Erfahrungen

Lernmethoden und Vorbereitungskurse

Die Theorie zutreffend erfassen und gelerntes Wissen behalten, sollten Grundvoraussetzungen jeden Lernens sein. Leider werden wir von Kindesbeinen an darauf geschult, Wissen i.d.R. immer nur bis zum nächsten Prüfungstermin bereit zu halten, womit eben vorwiegend das Kurzzeitgedächtnis oder gar nur das Ultra-Kurzzeitgedächtnis geübt wird.

In der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung ist es aber unverzichtbar auf eine Langzeitkomponente und auf das Erfassen von systematischen Grundstrukturen zu setzen, da aufgrund der Stofffülle unser Kurzzeitpotential absolut überfordert wäre.

Deshalb gilt es systematisch aufgenommenes Wissen fortlaufend anhand von Beispielsfällen zu wiederholen und stetig zu vertiefen, um die Zuführung in das Langzeitgedächtnis ständig zu optimieren.

Eine gesunde Mischung aus Lesen, Hören, visuellem Erfassen und vor allem auch aus interaktiver Teilnahme in Präsenzkursen sowie das Bearbeiten von Klausuren unter simulierten Prüfungsbedingungen ist hierfür zielführend.

Das Autoren-Duo Fränznick/Wellmann kommt in Steuer und Studium (NWB) in Ausgabe 7/2010 zu folgendem Schluss:

"Die Wahrnehmungen Hören, Sehen, Selbstsagen (aktive Teilnahme am Unterricht) und Selbsthandeln (Lösen von Fragen, Aufgaben und Klausuren) können am besten in einem Präsenzkurs erfolgen. Eine sinnvolle interaktive Teilnahme am Unterricht wird unseres Erachtens in Kursgrößen von bis zu 60 Teilnehmern, besser aber in kleineren Gruppen, möglich sein. Nachdem das Speichern von Informationen in das Langzeitgedächtnis für ein erfolgreiches Lernen erforderlich ist und dieses Wiederum viele Wiederholungen über einen längeren Zeitraum voraussetzt, ist der berufsbegleitende (Langzeit-)Präsenzkurs an den Wochenenden jedenfalls lernpsychologisch gegenüber einem Vollzeit-(Crash-)Kurs klar im Vorteil."


Das Abakus Steuerkolleg stimmt diesen Ausführungen im Grunde zu und setzt in der Wissensvermittlung von vornherein auf kleine Lerngruppen. Dabei gehen wir sogar soweit zu behaupten, dass Unterrichtsgruppen von 30 Personen oder mehr der angestrebten Wissensvermittlung nicht mehr individuell förderlich und nur für den Veranstalter positiv sind.

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